Strand - diese Grenze zwischen Land und Meer - übt immer wieder seinen Reiz auf mich aus und wahrscheinlich bin ich nicht der einzige dem es so geht. Dieser Reiz findet regelmässig seinen Ausdruck in verschiedenen Bildern, die am Strand entstanden sind. Ich spreche hierbei nicht von den üblichen Familien-Ausflugs-Badespass-Szenarien. Natürlich sind es die klassischen Blicke auf den Horizont, die Weite, das Licht - Sonnenauf- wie -untergang, aber eben auch die kleinen oder gewöhnlichen Dinge, die am Strand zu sehen sind. Wie bei diesen beiden Bilder.

Die abgelegten Bojen wird man eventuell im Vorbeigehen kurz be-achten, eventuell darüber nachdenken wozu sie genutzt wurden. Vielleicht ein Fischernetz zu kennzeichnen oder die Regattastrecke eines örtlichen Segelvereins. Jetzt liegen sie ihrer eigentlichen Funktion beraubt am Strand, wirken möglicherweise etwas traurig mit ihren hängenden Fahnen. Wann kommen sie wieder zum Einsatz? Werden sie vorher noch gereinigt, gewartet? Gedanken, die einem Strandläufer kommen können.

Noch weniger Be-Achtung wird sicherlich der Lippenstift bekommen. Strandgut ohne weitere Interesse. Wurde er angespült oder hat jemand ihn während eines Strandspaziergangs verloren? Wurde er einfach nur weggeworfen? Könnte es sein, dass jemand ihn vermisst und gesucht hat? Auch hier wieder Gedanken, die kommen könnten oder eben ungedacht bleiben.

Viele derartige Motive kommen und gehen, finden keine Be-Achtung, rauschen durch unseren Blick. Sicherlich würden wir mit der Fülle der Information sollten wir diese jedesmal bewusst verarbeiten nicht zurecht kommen, überfrachtet werden. Aber genau aus diesem Grund versuche ich diese kleinen Augenblicke - wenn auch nur wenige - in den Fokus zu bringen. Ihnen Be-Achtung zu geben.

Boje: 86 mm (KB), 1/1000, f/4.5, ISO200

Lippenstift: 86 mm (KB), 1/800, f/3.5, ISO200

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